Wertschätzenden und respektvollen Umgang in Kinder- und Jugendgruppen gestalten

Eine rassismuskritische Fortbildungsreihe

Die Freizeiten der NAJU bestehen aus großen und bunten Gruppen von Kindern und Jugendlichen mit unterschiedlicher Herkunft, Hautfarbe oder Religion. Leider kommt es auch unter Kindern zu Vorurteilen und zu mehr oder weniger expliziten Formen der Ausgrenzung.

Der NAJU als Verein ist es ein besonderes Anliegen, dass Betreuer*innen optimal auf ihre Aufgabe vorbereitet sind,  einen wertschätzenden und respektvollen Umgang unter Kindern und Jugendlichen zu schaffen.

 

Die Fortbildung besteht aus 4 Terminen, die unabhängig voneinander besucht werden können. Menschen aus anderen Verbänden und pädagogischen Kontexten sind herzlich eingeladen, an der Fortbildung teilzunehmen.

 

1) Vorurteile und Stereotype auf Freizeiten | Sa, 7.3. | 10-14 Uhr | Café Pause 

Mit M. Tutzer, Referentin für politische Bildung BDP Bundesverband     

 

 Das Aufkommen von Vorurteilen und Stereotypen unter Kindern und Jugendlichen kann zu Konflikten führen, bietet aber auch die Chance zur gemeinsamem Reflexion in der Gruppe. Das ist herausfordernd, da Kinder von klein auf lernen, welche Machtverhältnisse es in unserer Gesellschaft gibt und welche Position sie darin innehaben. In dem Workshop wollen wir folgende Fragen beantworten: Wie können wir Kinder für die Auswirkungen ihres eigenen Handelns und Sprechens auf andere sensibilisieren? Wie fördern wir ihre Empathie? Wie stärken wir sie darin, sich untereinander zu unterstützen? In der Fortbildung erarbeiten wir verschiedene Interventionsmöglichkeiten mit dem Ziel, einen diskriminierungssensiblen Raum zu gestalten und anzubieten.

 

2) Gleichwertigkeit aller Menschen | vrs. April 2020*| Mainz

Wir lernen Methoden zur Vermittlung von Grundwerten wie Gleichwertigkeit aller Menschen und die Gleichberechtigung von Mann und Frau kennen. Gemeinsam erarbeiten wir Handlungsstrategien für den Fall, dass Kinder auf Freizeiten Werte mitbringen, die wir als NAJU nicht unterstützen. Schwerpunkt ist dabei der Bereich Geschlechtergerechtigkeit mit  folgenden Fragen: Welche Privilegien und Rollenzuschreibungen gibt es auf Grund der Geschlechtszugehörigkeit? Welches Geschlechterverhältnis gibt es im Team und welche Auswirkungen hat das auf die Gruppe? Wie gehen wir damit um, wenn die Geschlechtszugehörigkeit von Teilnehmenden nicht eindeutig zuordbar ist? Ziel des Workshops ist es,  Teamende darin zu befähigen Geschlechterrollen und -zuschreibungen zu reflektieren und gemeinsam mit der Gruppe aufzubrechen.

3) Wertschätzungskultur auf Freizeiten | Sa, 20.6. | 10-14 Uhr | Café Pause 

Mit M. Tutzer, Referentin für politische Bildung BDP Bundesverband

 

In der Fortbildung lernen wir mit Hilfe der Betzavta-Methode, wie wir miteinander ins Gespräch kommen können. Die Betzavta-Methode stammt aus der isralischen Friedensbewegung und arbeitet mit erfahrungsorientierten Übungen zur Förderung einer diveristätsbewussten Anerkennungskultur. Obwohl Kinder dabei sehr offen und wissbegierig sind, spiegeln sie auch gleichzeitig die Gesellschaft wider, die ihnen ein gewisses Wissen über die Bedeutung von 'Kultur' und 'Herkunft' vermittelt.  Ziel des Workshops ist es,  Teamende darin zu befähigen eine Wertschätzungskultur auf Freizeiten zu fördern und die Kinder darin zu unterstützen, sich gegenseitig mit ihren Fähigkeiten und Schwächen zu schätzen.

 * Den genauen Termin geben wir nach Absprache mit den Referent*innen bekannt.

Anmeldung

Hinweis: Bitte die mit * gekennzeichneten Felder ausfüllen.

Die Fortbildungsreihe wird gefördert von der Leitstelle Kriminalprävention beim Ministerium des Inneren und für Sport Rheinland-Pfalz und vom Landesjugendring Rheinland-Pfalz.

 

Bereits stattgefundene Fortbildungen der Reihe:

Vorurteile im eigenen Kopf | Sa, 2.11. | 10-14 Uhr | DGB Haus Mainz                        Mit S.Gerz, Freiwilligendienst weltwärts

Der erste Schritt zu rassismuskritischer Bildungsarbeit ist die Bewusstwerdung der eigenen Vorurteile. Durch interaktive Methoden setzen wir uns mit Rassismus, seinen Mechanismen und Wirkungsweisen auseinander und nehmen die Perspektiven von Minderheitenpositionen ein.

 Diese Veranstaltung wurde in Kooperation mit dem Projekt "Gemeinsam in die Zukunft - interkulturelle Öffnung der Jugendverbände" des Landesjugendringes Rheinland-Pfalz durchgeführt.