Interview mit Felix dem FÖJler 2015/2016

NAJU: Wie bist du zur NAJU gekommen?

Felix: Letztendlich durch die Fahrradtour Utopien erFahren, von der ich über die Greenpeace Jugend Mainz/Wiesbaden gehört habe. Die verschiedenen „utopischen“ Orte der Fahrradtour waren richtig interessant und mit vielen netten Leuten haben wir drei sehr schöne Tage auf dem Fahrrad verbracht. Am Infostand der NAJU auf dem OpenOhr in Mainz habe ich schließlich erfahren, dass ein FÖJ-ler gesucht wird – der ich dann wurde.

 

NAJU: Welche Aufgaben hast du?

Felix: Die meisten meiner Aufgaben ließen sich als Vorbereitungen zu den verschiedensten Veranstaltungen verstehen, bei denen ich zum Teil auch vor Ort mithelfe. Ich kümmere mich um organisatorische Fragen wie Öffentlichkeitsarbeit, Elternkommunikation, Materialzusammenstellung und -transport und um inhaltliche Aspekte; ob bei der Planung eines Tages einer Kinderfreizeit oder der Ausarbeitung eines Vortrages zum Thema Postwachstum für ein FÖJ-Seminar. Außerdem mache ich Büroarbeiten, die sonst so anfallen: Druck, Versand und nicht zuletzt Aufräumen und Sortieren.

 

NAJU: Was hast du aus der Zeit bisher mitgenommen? Was hat dich vor Herausforderungen gestellt?

Felix: Während meines bislang halben Jahres bei der NAJU gab es schon viele Dinge, von denen ich meine, sie in dieser Form nicht erlebt zu haben, wenn ich gleich eine Ausbildung oder ein Studium begonnen hätte. Das fängt damit an, dass ich inzwischen keine Probleme mehr habe, wildfremde Menschen und Ämter anzurufen und hört mit der Suche nach einem guten Gleichgewicht zwischen Arbeit und Freizeit auf. Einmal ganz abgesehen von den vielen schönen und spannenden kleinen Herausforderungen bei Kinderfreizeiten und im Büro ist diese doch die größte Herausforderung: herauszufinden, was sich für mich sinnvoll anfühlt und welchen Weg ich persönlich und beruflich gehen möchte.

 

NAJU: Was war dein witzigster Moment?

Felix: Ich fand es sehr witzig, als Mario, ein Teamer bei der NAJU, mir mit noch warmen Spaghetti den Achterknoten beigebracht hat.

 

NAJU: Welche drei Dinge verbindest du mit der NAJU?

Felix: Mit der NAJU verbinde ich 1. meinen schönen Arbeitsweg mit dem Fahrrad am Main entlang, 2. wunderbare Begegnungen mit Kindern, die im Wald entdecken, dass die Natur etwas viel Schöneres ist, als ein Bildschirm es jemals sein könnte, und 3. den ersten Eintritt in den Berufsalltag nach der Schule.

 

NAJU: Was möchtest du nach deinem FÖJ machen?

Felix: Mein bislang haltbarster Plan war, in der Landwirtschaft eine Ausbildung zu machen oder zu studieren. Inzwischen würde ich eher in Richtung Umwelt- und Handlungspädagogik tendieren, vielleicht zu einer naturnahen Therapieform. Ob es aber eine dieser Möglichkeiten wird oder doch mein Interesse an gesellschaftspolitischen und (umwelt)ethischen Fragestellungen – diese Frage ist noch offen.

 

(März 2016)